Ohne Eismaschine
Auch im Gefrierfach wird das Eis cremig. Dafür gibt es zwei Wege – wähle einen, sie lassen sich nicht kombinieren.
Weg 1: Rühren
- Die gut gekühlte Basis in eine flache Metall- oder Glasform füllen. Flach ist wichtig, weil die Masse dann schneller durchfriert.
- Alle 30 bis 40 Minuten mit einer Gabel oder einem Schneebesen kräftig durchrühren, besonders an den Rändern, wo es zuerst fest wird. Insgesamt vier bis fünf Stunden.
- Das Rühren zerschlägt die Eiskristalle, während sie entstehen – deshalb kommt dieser Weg gerührtem Eis aus der Maschine am nächsten. Er verlangt nur, dass du in der Nähe bleibst.
Weg 2: Sahne unterheben
- Die Sahne nicht mit in den Topf geben. Die Basis nur aus Milch, Kokosmilch, Zucker und Salz ansetzen, den Matcha wie im Rezept einrühren und alles vollständig durchkühlen.
- Die kalte Sahne halbsteif schlagen – sie soll weiche Spitzen ziehen, nicht fest werden.
- Die Sahne in zwei Portionen unter die kalte Basis heben. Kalt ist wichtig: In warmer Masse fällt die Sahne zusammen.
- In eine Form füllen und fünf bis sechs Stunden ohne Rühren durchfrieren.
Hier hält die eingeschlagene Luft das Eis cremig, statt der mechanischen Arbeit. Wichtig ist, danach nicht mehr zu rühren – jeder Rührdurchgang holt die Luft wieder heraus. Das Ergebnis ist eine Spur mousseartiger als gerührtes Eis, dafür brauchst du nach dem Einfrieren nichts mehr zu tun.
Tipps und Variationen
Matcha richtig dosieren
Als Richtwert nehmen wir gut 1 g Matcha auf 100 ml Flüssigkeit – bei 500 ml Basis also rund 6 g oder 3 Teelöffel. Mehr Pulver bringt nicht automatisch mehr Aroma, sondern zuerst mehr Bitterkeit. Wenn du Matcha zum ersten Mal in einem Dessert verarbeitest, fang mit 5 g an und taste dich hoch.
Die Temperatur ist der zweite Stolperstein. Für unseren Bio Matcha Tee N°808 empfehlen wir etwa 80 °C – im Eis reicht handwarme Milch. Kochend heiße Flüssigkeit macht den Geschmack streng und das Grün stumpf.
Toppings, die den Matcha nicht überdecken
Das Eis kommt ohne weitere Gewürze aus, ein Topping darf trotzdem sein – solange es Textur bringt statt eigenem Aroma:
-
Geröstete Kokoschips: nehmen die Kokosnote aus der Basis auf und knuspern.
-
Gehackte Pistazien: salzig-nussig, farblich schön zum Grün.
-
Eine Prise Matcha durch ein feines Sieb: direkt vor dem Servieren, sonst zieht das Pulver Feuchtigkeit.
-
Ein Löffel ungesüßt geschlagene Sahne: macht die Portion milder, wenn dir der Tee zu kräftig ist.
So bleibt das Eis streichfähig
Selbstgemachtes Eis ohne Stabilisatoren friert fester als gekauftes. Ein Esslöffel Honig oder Glukosesirup zusätzlich zum Zucker senkt den Gefrierpunkt und hält das Eis löffelbar.
Häufige Fragen zum Matcha Eis
Warum ist mein Matcha Eis bräunlich statt grün?
Für die stumpfe Farbe gibt es meist drei Gründe: zu heiße Flüssigkeit oder zu langes Erhitzen der Basis. Deshalb wird der Matcha in diesem Rezept mit handwarmer Milch aufgeschlagen und erst nach dem Herd in die Masse gerührt – er kocht nie mit.
Warum ist mein Eis heller als gekauftes Matcha-Eis?
Das ist normal. Milch, Sahne und Kokosmilch hellen das Grün auf, das Ergebnis ist ein Pastellton. Kräftig grünes Eis aus der Truhe hat meist Farbstoff oder Spirulina zugesetzt. Wenn du mehr Farbe willst, nimm einen Matcha mit intensivem Grün und dosiere ihn höher, statt an den Milchmengen zu drehen.
Kann ich das Eis vegan zubereiten?
Ja. Ersetze Milch und Sahne durch pflanzliche Alternativen mit möglichst hohem Fettanteil – etwa Haferdrink plus pflanzliche Schlagcreme mit mindestens 25 % Fett. Die Kokosmilch bleibt, sie liefert dabei den größten Teil des Fetts. Die Mengen bleiben gleich.
Muss die Basis wirklich über Nacht in den Kühlschrank?
Vier Stunden genügen, über Nacht ist besser. Eine gut durchgekühlte Basis friert schneller durch, und je schneller sie friert, desto kleiner bleiben die Eiskristalle. Das ist der Unterschied zwischen cremig und körnig.
Woran erkenne ich, dass das Eis fertig ist?
In der Eismaschine hat die Masse nach 30 bis 40 Minuten die Konsistenz von Softeis und zieht am Rührwerk sichtbare Spuren. Sie ist dann noch weich – ihre endgültige Festigkeit bekommt sie beim Nachfrieren im Gefrierfach, dafür reicht eine Stunde.
Wie lange hält sich das Eis?
In einem gut verschlossenen Behälter etwa zwei Wochen. Danach leidet vor allem die Farbe: Matcha verliert an Grün, sobald er lange mit Luft in Kontakt steht. Ein Stück Backpapier direkt auf die Oberfläche gelegt hilft dagegen.
Matcha Eis Rezept
1 Bewertungen | Bewerte das Rezept mit Sternen
Kategorie
Dessert
Länderküche
Japanisch
Portionen
4
Vorbereitungszeit
15 min.
Kochzeit
10 min.
Kalorien / Brennwert
333
Zutaten
-
250 ml Milch
-
125 ml Sahne
-
125 ml Kokosmilch
-
100 g Zucker
-
3 TL Bio Matcha Tee N°808 (ca. 6 g)
-
1 Prise Salz
-
geröstete Kokoschips zum Dekorieren
-
4-5 Pflaumen
Zubereitung
Matcha durch ein feines Sieb in eine Schale streichen.
Ein paar Esslöffel der Milch handwarm bis lauwarm erwärmen und über den Matcha gießen. Mit einem Bambusbesen oder einem kleinen Schneebesen zügig aufschlagen, bis eine glatte, leicht schaumige Paste ohne Krümel entsteht. Nur so viel Milch nehmen, dass es eine dickflüssige Paste bleibt.
Restliche Milch, Sahne, Kokosmilch, Zucker und Salz in einen Topf geben.
Bei mittlerer Hitze rühren, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Die Mischung soll warm werden, aber darf nicht kochen.
Topf vom Herd ziehen, abkühlen und die Matcha-Paste einrühren, bis die Masse gleichmäßig hellgrün ist.
In die Eismaschine geben und 30–40 Minuten laufen lassen, bis die Masse die Konsistenz von Softeis hat. Über Nacht ins Eisfach geben. (Falls du keine Eismaschine hast, lies weiter unten im Text nach, wie du das Eis zubereiten kannst.)
Das Eis 5 Minuten vor dem Portionieren aus dem Gefrierfach nehmen. Mit gerösteten Kokoschips auf in Scheiben geschnittenen Pflaumen anrichten.
Nährwerte
Nährwerte
- Nährwertangaben Portionsgröße
- 1 Portion (ca. 100 g)
- pro Portion
- Kalorien / Brennwert
- 333
- Kohlenhydrate
- 37 g
- 12%
- Eiweiß (Protein)
- 4 g
- 9%
- Fett
- 20 g
- 31%
- davon gesättigte Fettsäuren
- 14 g
- 88%
- Cholesterin
- 43 mg
- 14%
- Ballaststoffe
- 1 g
- 4%
- davon Zucker
- 36 g
- Natrium
- 134 mg
- 6%
- Eisen
- 1 mg
- 7%
- Kalium
- 296 mg
- 8%