Aroma und Verwendung
Um die Raffinesse unseres Schwarzkümmels möglichst vollständig zu erschließen, probierst du ihn am besten pur – mit oder ohne Salz auf Pellkartoffeln oder einer Butterstulle. Bestimmt kennst du Schwarzkümmel von türkischem Fladenbrot. Vielleicht hast du dich schon mal gefragt, ob dieser spezieller Geschmack alleine von den schwarzen Krümelchen obendrauf herrührt. Oder ob im Teig eine weitere, aparte Ingredienz steckt. Tatsächlich sind allein die kleinen Körnchen dafür verantwortlich!
Trotz seines eher milden Aromas hält der Schwarzkümmel anderen, viel intensiveren Gewürzen stand. Und so gehört er in verschiedene traditionelle orientalischen Gewürzmischungen. Dazu zählen beispielsweise Dukkah, Zatar oder Panch Phoron aus Indien (mit schwarzen Senfkörnern, Fenchelsamen, Kreuzkümmel und Bockshornkleesamen).
Hähnchen Avocado Bowl
Globales Talent als Brotgewürz
Beliebt als Alltags-Zutat ist der Schwarzkümmel von Südeuropa bis Indien. Bereits im Mittelalter kannte man ihn als „Schwartzen Coriander“ auch in unseren Regionen. Genauer gesagt, seit der Zeit Karls des Großen (9. Jahrhundert) wächst er in zahlreichen Klostergärten! Damals wie heute schätzen wir ihn ebenfalls als Brotgewürz – heutzutage vor allem in Körnerbroten und glutenfreien Alternativen. In diesen sind Koriander, Anis oder Fenchel seine bevorzugten Geschmacks-Begleiter.
Hier fünf Beispiele, wie vielseitig du unseren BIO Schwarzkümmel mit Brot kombinieren kannst
1. In deiner Nachbarschaft ist kein türkischer Imbiss, aber du liebst den typischen Geschmack des Fladenbrots? Und backen ist nicht deine Sache? Dann vermenge die kleinen schwarzen Körner in einem Schälchen mit Olivenöl und Salz. Da stippst du dein (helles) Lieblingsbrot hinein, beispielsweise Weißbrot, Toast, Toasties, Baguette oder Ciabatta.
2. Du machst dir (und deinen Lieben) sonntagmorgens gern kleine Brötchen aus Fertigteig: Bestreue sie vor dem Backen mit etwas Schwarzkümmel.
3. Brot backen ist deine Leidenschaft – im Ofen oder im Brotbackautomat. Egal, ob du den Teig selber zubereitest oder einen fertigen Mix verwendest: Knete das nächste Mal Schwarzkümmel in den Teig und/oder streue ihn zusammen mit weißem Sesam obendrauf.
4. Pimpe dein selbstgebackenes, würziges Getreide-Mehrkornbrot mit Schwarzkümmel, Kurkuma, Thymian, Oregano, Koriander, Cumin und Pfeffer auf. Sonnenblumen- oder Kürbiskerne, Chia oder Leinsamen machen es besonders reichhaltig!
5. Klasse für Veganer oder Glutenallergiker: Brot aus Hülsenfrüchten- und Buchweizenmehl – mit den gleichen Gewürzen wie das Mehrkornbrot.
Rote-Beete-Hummus mit Fladenbrot
Herkunft
Das Verbreitungsgebiet des Schwarzkümmels (“Nigella sativa”) ist riesig. Es erstreckt sich von Südeuropa und Marokko über die Türkei und den Irak bis Pakistan und Indien. Die bis zu 60 cm hohe, einjährige Pflanze wird seit über 3000 Jahren im Mittelmeerraum und Vorderasien kultiviert. Nach und nach hat sich der Schwarzkümmel auch in den Küchen des Mittleren Ostens und des indischen Subkontinents fest etabliert. Wir beziehen unseren würzig-nussigen Bio Schwarzkümmel in der Regel aus kontrolliertem biologischem Anbau in Ägypten. Die weißen und blauen Blüten des Hahnenfußgewächses produzieren kleine, dreikantige Samen mit einer leicht rauen Oberfläche. Von außen sind sie schwarz wie Kohle, von innen fast weiß. Aus den Samen werden außerdem zwei Sorten Öl gewonnen: ein ätherisches Öl (in einem Verdampfungsprozess) und das fette Schwarzkümmelöl (in Bio-Qualität kalt gepresst).
Schwarzkümmel vermag noch viel mehr als Brot geschmacklich zu veredeln
Er ist perfekt für eine große Palette an kalten und warmen Gerichten, von denen wir dir einige vorstellen möchten.
1. Würzöl mit Salz, Sumach oder Zitronensaft sowie Pfeffer oder Chili! Damit bringst du nach deinem Gusto säuerlich-scharfe Noten ins Spiel! Thymian, Oregano oder Petersilie sorgen für krautige Frische.
2. Auf mit Ras el Hanout oder Zatar abgeschmeckte Linsensuppe einen Klacks saure Sahne oder türkischem Joghurt geben, darüber das Würzöl träufeln
3. Kichererbseneintopf mit Tomaten, Auberginen, Spinat, Knoblauch, frischen Chili und Koriandergrün
4. Cheela – indische Pfannkuchen oder Wraps aus Kichererbsen- und Reismehl
5. roh gebratener Blumenkohl (in Scheibchen geschnitten), bestreut mit Schwarz- und Kreuzkümmel, hell gerösteten Mandeln sowie fein gehackter Petersilie
6. Lahmacun – türkische Pizza: dünne Hefefladen, ebenfalls dünn bestrichen mit einer Paste aus Lamm- und/oder Rinderhackfleisch, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Paprikamark, Oregano, Sumak und Kreuzkümmel
7. pikante Butterkekse mit Salz, Kurkuma, Koriander und Chili
8. gefüllte Blätterteigtaschen, mit Feta oder Hackfleisch, jeweils mit Knoblauch, Zwiebeln und gehackter Petersilie, Oregano und/oder Thymian
9. rote Bete als Salat oder als Backofengemüse bestreut mit Sesam und Schwarzkümmel